Passion France London - geflammtes Horn

Exklusivserie! Das seit 2017 exclusiv von Passion France in reiner Handarbeit gefertigte LONDON, wurde von zweifach ausgezeichneten „Meilleur Ouvrier de France“,  Robert Beillonnet entworfen. Für dieses Messer finden nur feinste Materialien Verwendung.
Produkt­informationen "Passion France London - geflammtes Horn"
  • LONDON Exklusiv Serie PassionFrance 11cm
  • Reine Handarbeit
  • blondes, geflecktes Horn aus der massiven Spitze
  • Klinge: Sandwick 14C28, auch „Rasierstahl“ genannt
  • Ressort verziert
  • Hergestellt in Frankreich
LONDON. Dieses legendäre Messer besitzt viele Namen, denn man kennt es an allen Küsten des Nordens von der Bretagne, über die Normandie, entlang des Ärmelkanals, an der Nordsee und sogar an den Küsten der Ostsee bis hin zu den baltischen Häfen. In Deutschland nennt man es oft ANKERMESSER, denn sein Griff wurde häufig mit einem Anker verziert. Auch das Motiv Glaube-Liebe-Hoffnung (Anker, Herz und Kreuz) findet sich auf seinen Griffen.Maritime Messer sind, wie die Seefahrt überhaupt, eine eigene Welt. Was man in diesem rauen Metier braucht, ist ein treuer Gefährte, ein compagnon fidèl sagt man in  Frankreich. Charakteristisch ist in der Regel eine breite Klinge mit nach unten gerichteter Spitze, dazu ein Griff, der ergonomisch in der Hand liegt. Mit ihm lassen sich alle Arbeiten an Bord erledigen. Es taugt zum Schneiden der Taue, für Reparaturen und Arbeiten am Holz, man benutzt es als Cutter um das Tuch für ein gerissenes Segel zuzuschneiden und ... natürlich nimmt man mit ihm die Mahlzeiten ein. Manchmal befindet sich am Ende ein Loch, in dem eine Fangschnur oder Lanyard befestigt werden kann. Seine vielen Namen haben natürlich ihre Bedeutungen. 
- LONDON, weil es wahrscheinlich französische Kriegsgefangenen waren, die es dort seinerzeit kennen lernten, als sie auf der Themse auf Schiffen der britischen Flotte interniert waren. 

Wann und wie das Messer genau nach Frankreich und die Küsten, Belgiens, Hollands, Deutschlands und des Baltischen Meeres kam, ist letztlich ungeklärt. Man vermutet seine Wurzeln in England, vielleicht in der englischen Schmiedemetropole Sheffield. Möglicherweise kam es während der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Engländern, Franzosen und Holländern um 1780/1790 nach Frankreich, aber vielleicht schon früher. Jedenfalls war es schon im 18ten Jahrhundert an den Küsten des Ärmelkanals bekannt und begleitete Matrosen und Mannschaften genauso wie Offiziere und Kapitäne. Frauen gaben es ihnen beim Abschied mit, in der Hoffnung, sie mögen auf den Reisen an sie denken. Fischer, Walfänger und natürlich Piraten ... alle besaßen an Bord ihren "compagnon fidèl". Bei den Seglern, die auf Große Fahrt aufbrachen, gehörte es häufig sogar zur Grundausstattung der Mannschaft, ähnlich wie das MONTPELLIER am Mittelmeer. Und wie beliebt es auch in Deutschland war und ist, zeigt die Tatsache, daß ein nur leicht verändertes Modell in Solingen hergestellt wird. 

In Frankreich erkannten die Menschen an Land seine Nützlichkeit und Vielseitigkeit wie die Seeleute, sodaß es auch weit hinter den Küstenlinien benutzt wurde.

Alte Exemplare sind allerdings kaum erhalten, denn seeluft und der früher übliche Kohlenstoffstahl vertragen sich nicht. Ohne ständige Pflege war ein Messer innerhalb weniger Monate verrostet. Auch die Griffmaterialien leiden sehr unter Salzwasser. Bei allen maritimen Messern sind deshalb neben dem Klingenstahl geeignete, widerstandsfähige Griffschalen von großer Bedeutung, am besten solche, die möglichst unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind wie Knochen, Hirschhorn und widerstandsfähige tropische Hölzer. Manche Materialien kennt man heute kaum noch, so wie das Pockholz, das wir bei unseren Recherchen entdeckten und das so hart und ölhaltig ist, daß man früher darin sogar die Achsen großer Motoren lagerte.

Dekorationen auf den LONDON findet man dagegen häufig. Am bekanntesten ist heute das "Ankermesser" mit schwarzem Horngriff und eingelassenem Messinganker. Griffe aus Wal- oder Walroßzahn, früher üblich, fertigen wir aus Gründen des Artenschutzes nicht mehr. Die Verzierungen besorgten die Seeleute normalerweise selbst, etwa indem sie einen Kalender mit den Tagen auf See, ihre Initialen, ein Segelschiff, einen Wal oder Kraken, einen Knoten oder den besagten Anker einritzten. Wer geschickt genug war, verzierte den Knochengriff seines Messers mit Scrimshaws, wie einige erhaltene Exemplare belegen. Gelegenheit dafür blieb den Seeleuten trotz ihrer knappen Freizeit an Bord genug, denn Walfahrten oder Schiffe auf Großer Fahrt sollen bis zu drei Jahre unterwegs gewesen sein und so beschäftigte man sich während der Freiwache mit dem Bau von Buddelschiffen und mit den Messern.

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